Haflinger

Die Haflinger sind eine Rasse von Pferden, die möglicherweise aus dem alpinen Raum stammen. Sie wurden am Berg Hafeld in Nordtirol gefunden und haben ursprünglich den Namen „Hafelder“. Die Vorfahren der Haflinger lebten am Fuße des Hafelds zwischen Reutte und Kufstein in Tirol. Das wohl bekannteste Bild von ihnen zeigt sie beim Tragen einer Einjährigen an einem Strick, mit dem sie an den Boden fixiert war – damit sie nicht weglaufen konnte. Im Jahre 1878 starb der letzte Hafelder. Der Tiroler Volksmund hielt fest, dass dieser Pferderassentypus verschwunden sei – doch im Jahre 1931 wurde erneut der Hafeld gefunden, wo man diesmal 4 Pferde fand – die heute noch lebenden Tiere.

Die Haflinger sind eine kleine Pferderasse, die zur Familie der Schimmelpferde gehört. Sie haben ein auffälliges Fell, das aus Voll- und Manchelfellen besteht, die an den Seiten und im Nacken weiß oder cremefarben sind. Scheckungen gibt es nur selten. Ihr Hauptschluss liegt bei 1 Meter 50 Zentimeter, ihr Gewicht liegt bei 450 Kilogramm. Die Größe von Hengst und Stute ist identisch. Das Geburtgewicht beträgt ca. 50 Kilogramm und die Lebenserwartung dieser Pferdetyps ist 30 Jahre.

Die Haflinger zählen heute zu den „gefährdeten“ Pferderassen. Der Tiroler Landwirtschaftsverband versucht, diese Rasse wieder aufleben zu lassen.

Wie werden Haflinger gezüchtet?

Es gibt nur noch zwei Zuchtstationen, an denen man heute Haflinger halten kann. Diese befinden sich in Oberaudorf und im fränkischen Unterschweinbach. Die Hengste der Zuchtstätten werden von der Tiroler Landwirtschaftsbehörde geprüft und ihre Erbanlagen müssen die Merkmale des Hafelds erfüllen. Mit diesem Test wird verhindert, dass die Pferde nicht mit anderen Rassen gemischt werden (was bei einigen Züchtern passiert ist). Über die Mutterlinien zu den Vorfahren des Hafeldes findet man allerdings keine Hinweise mehr – es könnte aber sein, dass es sich um eine Kreuzung von Fuchs- und Scheckfuchs handelt. Der Name „Haflinger“ stammt von der Stadt Hafling im Südtirol. Dort entstand die Haflingerzucht und dort wurden sie zum ersten Mal gezeigt.

Schweizer Tänze

Die Zuchttiere haben eine hellbraune Haut, die gut bei den Bergwiesen des Tals untergehen kann. Die helle Farbe wird durch das fehlende Borkenkorn erreicht – ein Merkmal, das auch an den Hufen festgestellt werden kann. Die Schweizer, die mit dieser Rasse arbeiteten und ihre Kenntnis über diese Pferde weitergaben, brachten einige Arbeitspferde mit dem Namen „Haflinger“ nach Tirol. Auch heute gibt es diese Züchter noch und sie zeigen ihre Tiere auf Festivals und Märkten oder sie vermieten ihre Pferde. Die Schweizer Tänze rund um den Hafer werden von den Pferden mit der Arbeit entsprechenden Tempo garantiert – sie laufen in einem gleichmäßigen Schritt mit leichtem Trab.

Das wichtigste Merkmal des Haflinger ist seine Eigenwilligkeit. Er ist ein sehr stolzes, ja bescheidenes Tier, was ihm sowohl bei der Arbeit als auch im Freizeitgebrauch gute Dienste leistet. Neben diesen Eigenschaften ist er für die Menschen im Tal ein beliebtes Familienpferd und ein idealer Partner für Kinder und Jugendliche, da es sich gut anfühlt und auf die Person abgestimmt ist. Auch ausreichend Wasser sollten Sie Ihrem Liebling stets z Verfügung stellen, denn er kann mehrere Tage ohne trinken, ohne dass es ihm schadet.

Der Haferling ist ein geduldiger und ausdauernder Arbeiter, der selbst die harten Winter im Inntal mit Ausdauer bewältigt. Er wird von den Menschen des Tales Hörndl genannt und hat sich in den vergangenen Jahrhunderten insbesondere im Pferdehandel als sehr zuverlässig erwiesen. Der Haflinger hat sich in Europa und Amerika großer Beliebtheit erfreut und ist heute weltweit anerkannte Rasse.

Aussehen und Gesundheit: Ein ruhiger Charakter mit kleinen Fohlen – Das Wichtigste im Überblick!

Das typische Aussehen des Haflinger zeichnet sich durch einen Kopf mit starker Wirkung aus, derine lange Stirn bis zum Auge hat, je nach Rasse aber unterschiedlich lang sein kann. Zudem hat er eine gerade Nase, die etwas nach vorn wirkt. Durch die große Stirn und den breiten Kiefer wird der Kopf des Haflingers zu einem auffallenden Merkmal.

Die Ohren des Haflingers sind immer angelegt, was für ihn charakteristisch ist. Sie stehen immer leicht nach hinten ab und wirken dadurch sehr ausdrucksstark auf den Menschen. Die Ohren sind oft etwas länger als bei anderen Pferden und fallen deshalb besonders auf. Die Augen sind eher klein und rundlich, sodass es dem Pferd oft so scheint, als ob es böse schauen würde. Dadurch entsteht beim Betrachter das Gefühl von Intelligenz in den Augen des Tieres.

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Was sind Haflinger?